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Wintersemester 2009/10

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Lehrveranstaltungen auf dem Campus Charité Mitte im Wintersemester 2009/2010

Im Überblick:


Konzepte des Krankseins und der Gesundheit in der Geschichte der Medizin in China von den Anfängen bis zum Ende der Kaiserzeit

Vorlesung/Seminar

Die Geschichte der Heilkunde in China ist sehr facettenreich. Unterschiedliche Vorstellungen von Kranksein und Gesundheit wurden im Laufe von mehr als zwei Jahrtausenden entwickelt und in die klinische Praxis umgesetzt. Akupunktur, chinesische Arzneikunde und Moxibustion sind heute auch über die Grenzen Chinas hinaus weit bekannt. Die theoretischen Ansätze und Weltanschauungen, die diesen und anderen therapeutischen Vorgehensweisen zu Grunde liegen, sind sehr vielfältig. In dieser Vorlesung, die auch Raum für studentische Mitarbeit bietet, werden in zeitlicher Reihenfolge die geistesgeschichtlichen Bedingungen erörtert, die die Anregungen für das Verständnis des menschlichen Körpers boten. Teilnehmer werden am Beispiel Chinas in die Lage versetzt, die Grundlagen heilkundlichen Wissens besser zu verstehen.

Zur Vorbereitung auf die hier gebotene medizinhistorische Sichtweise ist die Lektüre von P. U. Unschuld, Was ist Medizin? Westliche und Östliche Wege des Heilens, München 2003, empfohlen.

Diese Lehrveranstaltung ist auch für das Studium generale geeignet!

Zeitraum und Beginn

Beginn am 14. Oktober 2009

Jeden Mittwoch von 16:15 - 17:45 Uhr


Grundlagen der Medizinethik: Theorie, Methoden und Kontexte

Medizinethik gehört zu den unverzichtbaren Themen des Studiums der Medizin, der Ethik und angrenzender Fächer (Philosophie, Sozialwissenschaften, Recht, Geschichte u.a.). An der Schnittstelle von Klinik und Forschung wächst die Bedeutung der Medizinethik als gesellschaftliche und wissenshaftliche Kraft. Durch Entscheidungen über sensible Fragen wie Embyonenforschung, Organtransplantation, Zugang zu Ressourcen, Verteilungsgerechtigkeit, Schutz persönlicher Daten, Umgang mit kultureller und sozialer Vielfalt und wachsendem Einfluß ökonomischer Zwänge erwächst der Medizin eine komplexe Verantwortung, die umfassende fachliche Kenntnisse und praktisches Urteilsvermögen erfordert.

Dieses Seminar bietet eine Einführung in theoretische Grundlagen, Prinzipien und die wichtigsten Aufgaben der Medizinethik. Es vermittelt Orientierung zu den historischen, gesellschaflichen und kulturellen Rahmenbedingungen der Medizinethik in ihren institutionellen Formen und Methoden zur Einübung kritischen Denkens und eigenständigen medizinethischen Argumentierens.
Inhaltlich werden Fragen der philosophischen Ethik (Gerechtigkeit, Würde, Autonomie), Medizin und Gesellschaft, Anthropologie, Medizinethik und Recht, Forschungsethik und kommunikative Praxis ("informed consent") behandelt.
Das Seminar thematisiert neben den Prizipien,Leitkonzepten, Institutionen und prozeduralen Aspekten der Medizinethik auch grundsätzliche Fragen nach der Aufgabe der Medizin, nach der Bedeutung ethischer Kompetenz und der besonderen Rolle der Kommunikation als Elemente einer ethisch kultivierten Medizin.

Aktive Mitarbeit, einschließlich der Übernahme eines Referates sowie eines Protokolls, wird erwartet.

Schriftliche Anmeldung bis 10. Oktober 2009 beim Dozenten erbeten.

Zeitraum und Beginn

Beginn am 15. Oktober 2009

Jeden Donnerstag von 13:00 - 14:30 Uhr